16 Jun 2021
Juni 16, 2021

Krisensituationen besser meistern

Krisensituationen besser meistern

In diesem Blog erfährst du, was du tun kannst, um Krisensituationen besser zu meistern.

Hör Dir jetzt den Podcast zum Blog an:


Zunächst ein paar ganz persönliche Worte von mir:

Das letzte Jahr hat alles bei mir verändert und stellt noch immer alles in Frage!
Viele von uns geraten in dieser Zeit des Wandels in eine persönliche Lebenskrise oder kommen aus den unterschiedlichsten Gründen einfach an ihre persönlichen Grenzen.
So war es auch bei mir.

Der 1. Lockdown hat mich total aus der Bahn geworfen.

Mein Bauchgefühl hat mir damals gesagt, dass das was da kommt uns sehr lange beschäftigen wird.
Ich hatte das starke Gefühl, dass das Leben nie wieder sein wird wie es war und ich meinen Lebenstraum – mein Tanzstudio – vielleicht aufgeben muss.

Ich habe oft einfach so auf dem Sofa gesessen und geweint.
Die Tränen liefen einfach unkontrolliert.
Wahrscheinlich hatte ich eine Depression, die durch diesen Schock ausgelöst wurde.
Ich habe trotzdem irgendwie weitergemacht und funktioniert.
Für meine Kunden, meine Mitarbeiter, aber auch für mich, damit ich nicht ganz zusammenbreche.

Als ich das Studio wieder öffnen durfte, hielt die Freude sich trotzdem in Grenzen.
Natürlich setzte ich alle Hygienekonzepte um und machte alles möglich, damit es irgendwie weitergehen konnte.
Nach mehreren Monaten nahm ich ganz bewusst meine Gefühle nach meinen Kursen wahr und ich stellte immer wieder fest, dass mir all das nicht mehr so viel Freude bereitet.
Ich spürte dass ich so etwas wie ein Trauma habe, verbunden mit den Dingen, die es mir unmöglich machen, meine Arbeit so zu tun, wie ich es möchte und der großen Angst, dass ich mein Studio erneut schließen muss.

Was dann auch geschah.
Als ich das erfuhr, war ich einem Zusammenbruch ganz nah.
Meine Tänzer haben mich völlig aufgelöst im Kurs stehen sehen.

Dann traf ich eine Entscheidung:

Aus der Angst heraus, dass es mir wieder so schlecht geht wie im ersten Lockdown beschloss ich, dass ich das nicht mehr möchte und dem jetzt ein Ende setze.
Die Dinge sind wie sie sind und ich kann sie nicht ändern, aber ich kann meine Gefühle dazu ändern und ich wollte nicht weiter zulassen, dass mich das so fertig macht.

Ich arbeitete mir eine Liste mit Dingen aus, die ich in dieser Zeit machen kann.
Dinge, die mir guttun, Dinge, die ich schon immer einmal machen wollte und Dinge, für die ich sonst im Stress des Alltags keine Zeit habe.

Sobald ich das Gefühl bekam, dass ich wieder in ein Loch falle, schaute ich mir meine Liste an und nahm mir eine Sache daraus, die ich tat.
Auch wenn ich manchmal gar keine Lust zu irgendetwas davon hatte.
Aber es funktionierte.
Meine Gefühle veränderten sich stark und ich hatte nicht mehr diese Zusammenbrüche.
Ich begann sogar vieles davon zu genießen, denn für all die Dinge hatte ich sonst keine Zeit.

Dann wurde mir gesagt, dass ich Krebs habe.
Immer wenn man denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann, dann kommt es eben doch schlimmer.
Jeder der so eine Erfahrung hat, weiß wie einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Nach schneller und kurzer OP kümmerte ich mich dann einen Monat ausgiebig um mich.
Umgab mich mit Menschen, die mir gut tun, tat nur Dinge, die mir gut tun und beschäftigte mich auch viel mit mir selbst.
Dabei half mir auch wieder meine selbst erstellte Liste mit all den Dingen, die ich tun wollte.

Im Januar hakte ich das Thema Krebs für mich ab.
Ich sehe mich nicht als Krebspatient, sondern es war eine kurze Episode meines Lebens, die ich hinter mir gelassen habe und die sehr wahrscheinlich entstanden war aufgrund meines psychischen Schocks im 1. Lockdown.
Ich begann wieder zu tanzen und Einzelcoachings zu geben.
Das tat mir so gut.

Deshalb machte ich mehr davon!
Ich hatte mich aus meinem Loch befreit.
Aber bis dahin war es viel Arbeit!

Jetzt möchte ich dir helfen gut durch diese Krise oder durch deine persönlichen Krisen zu kommen und dir grundsätzlich mehr Fülle und Glückseligkeit schenken.

Einfach glücklich sein, das klingt so einfach.
Aber manchmal ist es das eben nicht.

Was kannst du tun, damit es dir gut geht?

Mach doch mal Folgendes:
Nimm dir ein Blatt Papier und schreib all die Dinge auf, die dir gut tun oder die du schon immer machen wolltest.

Ich nenne diese Liste einfach mal die

To – Do Liste fürs Wohlbefinden

To Do Liste fürs Wohlbefinden

Sie setzt sich zusammen aus 5 wichtigen Säulen, die wir alle brauchen, damit es uns gut geht.

Die erste Säule ist die Bewegung.

Bewegung und Sport ist nicht nur für unseren Körper wichtig, sondern auch für unsere Seele.
Beim Sport werden Endorphine freigesetzt – Glückshormone.
Das heißt, auch wenn du vorher so gar keine Lust auf Sport hattest, es geht gar nicht anders – danach fühlst du dich gut!

Du musst auch kein Spitzensportler werden, sondern es geht darum, dass du dich bewegst.
Auch ein Spaziergang oder eine Wanderung ist Bewegung und wird dir gut tun.
Finde doch mal für dich heraus, welche Art der Bewegung dir liegt und welche du gerne tust und schreibe diese Punkte, diese Formen der Bewegung, auf deine Liste.

Säule 2 ist die Entspannung!

Bewegung und Entspannung, das ist ein bisschen wie Yin und Yang.
Und genau so ist es auch.
Beides brauchen wir.
Nicht nur die Aktivität, sondern auch die Erholung.
Wenn du immer nur auf Hochtouren läufst wie ein Duracell Männchen, dann fällst du irgendwann um.
Was ist deine Form der Entspannung?
Ist es die Meditation? Oder ein heißes Bad?
Es kann auch das tiefe und bewusste Durchatmen sein und sich 10 Minuten einfach nur hinsetzen und die Atmung wahrnehmen.
Wie kannst du dich am besten entspannen?
Wenn du das für dich herausgefunden hast, dann füge auch diese Punkte zu deiner persönlichen Liste hinzu.

Spaß ist die 3. Säule.

Was meine ich damit?
Wir alle sollten viel mehr Spaß im Leben haben und das Leben nicht ganz so ernst nehmen.
Spaß kann vieles bedeuten.
Vielleicht macht es dir unglaublich viel Spaß, die Musik laut aufzudrehen und wild durchs Wohnzimmer zu tanzen.
Oder du singst gerne lauthals im Auto oder unter der Dusche.
Was bringt dich zum Lachen?
Wenn du etwas gefunden hast, schreib auch das auf deine To – Do – Liste!

Säule 4 ist das Wissen oder die Fortbildung.

Wenn wir in der Luft hängen und nicht wissen, wie es weiter geht, ist es großartig etwas Sinnvolles zu tun und eine Aufgabe zu haben.
Was wolltest du schon immer lernen?
Welche Fähigkeit möchtest du gerne können?
Es gibt mittlerweile so viele Online Kurse.
Eigentlich kann man schon alles online und von zu Hause aus lernen.
Wolltest du schon immer eine neue Sprache lernen?
Oder eine Yoga Ausbildung machen?
Was auch immer es ist, suche dir eine Aufgabe und tu etwas für dich.
Vielleicht kannst du später sogar etwas damit anfangen!

Die letzte Säule ist die Reflektion oder auch Achtsamkeit.

Hier fließt alles hinein, was dich näher zu dir und deinen Zielen und Träumen führt.
Das kann zum Beispiel Tagebuch schreiben sein.
Aber schreib es mal so, als wären all deine Träume und Wünsche schon eingetroffen, denn das verschafft dir automatisch positive Gefühle.
Es kann auch die Dankbarkeit sein.
Sich täglich in Dankbarkeit zu üben, für die Dinge, die du hast, macht dir bewusster, was alles gut ist und du wirst mehr dieser Dinge anziehen.

Wie sieht deine To – Do – Liste fürs Wohlbefinden nun aus?

Hast Du für jede Säule ein paar Unterpunkte gefunden?
Wenn du jetzt spürst, dass es dir nicht gut geht und du von negativen Gefühlen überrannt werden könntest, nimm dir sofort deine Liste zur Hand und mache eine Sache davon.
Betrüge dich aber nicht selbst, sondern mache es auch.

Wahrscheinlich wird es so sein, dass du in dem Moment zu nichts davon Lust hast.

Aber du möchtest doch etwas ändern und diese Gefühle nicht mehr zulassen.
Also kümmere dich um dich und mach etwas!

Auf deiner persönlichen To Do Liste für dein Wohlbefinden befinden sich die Dinge, die dir gut tun und du kannst dich nicht besser in positive Gefühle bringen, als mit Dingen, die dir gut tun.
Nimm dein Leben in die Hand, kümmere dich um dich und ändere etwas!

Diese Liste kann dein täglicher Begleiter sein!
Auch wenn du nicht in negativer Stimmung bist, kannst du diese Liste in deinen Alltag einbauen.
Viel zu oft vergessen wir uns in der Hektik des Alltag und verlieren uns selbst aus den Augen.
Häng dir die Liste am besten irgendwo hin, wo du sie täglich vor Augen hast.
Zum Beispiel an eine Pinnwand oder an den Kühlschrank!
Wir sollten uns täglich um uns kümmern und nicht erst, wenn es uns schlecht geht!

Du kannst nur glücklich sein, wenn du dich um die wichtigste Person im Leben kümmerst – um dich!
Ja, du bist die wichtigste Person in deinem Leben!

Mach doch einfach mal über 3 Monate täglich mindestens 1 – 2 Punkte Deiner Liste.
Und gib mir gerne dein Feedback wie das für dich funktioniert!

Deine Claudia

To – Do – Liste fürs Wohlbefinden auf einen Blick:
  • 1. Säule: Bewegung (z.B. Joggen, Tanzen, Schwimmen, Wandern, Spazieren, Yoga, Fitness, etc.)
  • 2. Säule: Entspannung (z.B. Meditation, heißes Bad, Yoga, autogenes Training, Schlaf, etc.)
  • 3. Säule: Spaß (unter der Dusche singen, wild umhertanzen, Wasserschlacht im Garten, etc.)
  • 4. Säule: Wissen / Bildung (Online Kurse, Sprachkurs, Yogaausbildung, etc.)
  • 5. Säule: Reflektion / Achtsamkeit (Tagebuch schreiben, sich in Dankbarkeit üben, etc.)

Folge mir auf Instagram!